Mit dem Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ werden Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen gefördert und unterstützt.

Für viele Geflüchtete ist die Wohnsituation nach wie vor das größte Problem, seit sie nach Deutschland kamen. In den Zeiten von Corona wird die Situation der Geflüchteten in den Heimen durch die Ängste vor Ansteckung aber auch die geschlossenen Kinder- und Freizeiteinrichtungen besonders problematisch.

Im Jahr 2020 und 2021 waren wir trotz Corona überaus erfolgreich bei der Wohnungssuche. So konnte 20 Familien geholfen werden, einen Mietvertrag für eine Wohnung zu unterschreiben.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil an neu gebauten Wohnungen, die an Migrantinnen vergeben werden. Bei der Besichtigung sagen sie oft: da haben wir doch keine Chance. Es ist ihre Erfahrung aus Jahren erfolgloser Suche und auch von Diskriminierung bei der Wohnungssuche. Und man kann ihnen dann erklären, dass in Berlin ein Antidiskriminierungsgesetz (BLAG) existiert und die Städtischen Wohnungsgesellschaften diesem verpflichtet sind.

Besonders hervorzuheben ist zum Beispiel die Versorgung mit einer eigenen Wohnung für folgende zwei Härtefälle:

  • Alleinerziehende syrische Mutter mit 6-jährigen Zwillingen

Die Mutter und Tochter leiden an einer Muskelerkrankung, die Tochter ist auf einen Rollstuhl und nächtliche Beatmungshilfe angewiesen.

  • Alleinerziehende Mutter aus Tschetschenien mit zwei Töchtern    

Die 6-jährige Tochter leidet an einer Stoffwechselkrankheit und Epilepsie. Sie ist entwicklungsgestört und auch auf einen Rollstuhl angewiesen.

Beide Frauen konnten mit unserer Unterstützung barrierefreie 3-Zimmer- Neubauwohnungen beziehen.

Kontakt: Ulrike und Malalai E- Mail: patenschaften@profutura.eu